ak22 – Affiliate Marketing: Internet Entrepreneur & Search Marketer

Adwords setzt die Messlatte für Affiliate Landingpages höher

Seit Juni 2010 scheint Google Adwords eine erweiterte Großoffensive gegen Affiliate Landingpages oder sogenannte „Thin Affiliate“ Seiten zu fahren. Das Thema „Thin Affiliate“ gibt es schon seit 2005, doch in den letzten Monaten wurde Google offenbar deutlich besser darin, solche Seiten algorithmisch zu entdecken. Außerdem wurde die Messlatte höher angesetzt. Ein kleiner Ausschnitt möglicher Definitionen für solche Webseiten:
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A4U Munich Rocked

a4uNoch steckt es mir in den Knochen: 3 Tage furioses Networking, Sessions & Party in München. Am Montag Abend begann die A4U mit der Pre-Party im Vice, mitten im Herzen von München. Dort konnte man bereits viele bekannte Gesichter entdecken und in angenehmen Ambiente networken. Intelligent organisiert: Snacks, gute Auswahl an Drinks, eine überschaubare Location und die Musik war nicht zu laut. Hier konnten also erste Gespräche geführt werden und Connections aufgefrischt bzw. geknüpft werden. Wir haben die Pre Party schließlich um ca. 1 Uhr verlassen um am nächsten Tag nicht ganz hinüber zu sein. Weiterlesen »

Split Testing via Javascript mit Genetify

Eigentlich wollte ich gestern schon darüber schreiben, bin aber erst jetzt dazu gekommen. Mittlerweile gibts auch einen kurzen Post von Dillsmack über Genetify bei Shoemoney.

Nachdem durch die Refund Policy von Clickbank offenbar einige Mitglieder bereits abgesprungen sind hat Jeremy gestern erneut die Anmeldeseite für sein Shoemoney System online gestellt. Generell lohnt es sich immer derartige Seiten zu inspizieren und ein kurzer Blick in den Sourcecode hat mich auf Genetify aufmerksam gemacht. Bei jedem Reload der Seite wurden bestimmte Elemente ausgetauscht:

In diesem speziellen Fall wurde nur noch die Anzahl der verfügbaren Plätze geändert, vorher wurde v.a. auch die Farbe & Position des CTA Buttons variiert. David hat in seinem Artikel verraten, dass der orangene CTA Button eine 2% bessere Conversion Rate als der grüne Button hatte. Das zeigt wiedermal wie wichtig es ist verschiedene Landingpages und Eigenschaften zu testen.

Hier kam ein Tool Namens Genetify zum Einsatz. Man kann es ein wenig mit dem Google Website Optimizer vergleichen. Ist jedoch im Gegensatz zum populären Google Tool ein OpenSource Script das man auch auf der eigenen Seite hosten kann. Es lohnt sich definitiv mal ein wenig damit rumzuexperimentieren.

Neue Regeln für direkte Personalisierung bei Facebook Ads

Ich hab mich heute gewundert, warum eine ganze Reihe meiner aktiven Facebook Anzeigen disapproved wurden. Nachdem ich ein wenig recherchiert habe bin ich auf folgende Ankündigung gestoßen, die ich wohl übersehen haben muss:
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SEMSEO 2010

Am 26.02.2010 findet die SEMSEO 2010 statt. Wie der Name schon sagt werden Themen von SEM bis SEO behandelt. Interessante Sessions sind z.B. Linkaufbau mit Prof. Dr. Mario Fischer, „Wie ticken Suchmaschinen?“ mit Google und Bing, Black Hat SEM und die SEO Klinik bei der einige Größen der deutschen SEO Szene vertreten sind.

Wie jedes Jahr findet danach die berühmte Pubcon statt, eine Pflichtveranstaltung für jeden SEO, hier kann man networken was das Zeug hält. Für aufmerksame SEOs gibt es immer 100 kostenlose Tickets zur Pubcon und hier lässt sich auch ganz klar die Beliebtheit dieses Events feststellen:

Wenn diese 100 kostenlos Tickets weg sind kommt man nur noch mit einem Ticket der SEMSEO auf die Pubcon.

Ich muss gestehen ich war bis dato noch nie auf der SEMSEO oder Pubcon. Das liegt zum einen daran, dass ich zwar mit SEO angefangen habe und diese Kunst immer noch gut beherrsche, doch ich bin lang nicht so tief in der Materie wie z.B. SEO Insider Löwenherz. Mein Fokus liegt mittlerweile zu 80%+ auf PPC, PPV und Social Media Marketing. Zum anderen habe ich damals überwiegend US Events besucht, da ich in den Staaten als Affiliate deutlich aktiver war bzw. bin als in Deutschland. Doch das soll sich dieses Jahr ändern, SEMSEO, SMX München, A4U München, etc. – ich freue mich auf neue & interessante Kontakte :).

Wer also ebenso wie ich noch nie teilgenommen hat sollte das Event definitiv für die Zukunft einplanen, hier kann man sicherlich einiges mitnehmen was man sonst nicht direkt über Twitter oder den Feedreader erfährt. Karten für die SEMSEO sind noch verfügbar und kosten 357 EUR pro Ticket. Bis 23.01. gibts bei der seo-scene.de noch die Möglichkeit ein Ticket kostenlos zu gewinnen!

Fennec auch für Affiliates interessant

Im Moment wird sehr viel Pressewirbel um den mobilen Firefox Browser Fennec gemacht. Jay Sullivan, Vice President of Mobile bei Mozilla, hat diesen Hype angestoßen und bezeichnet Fennec als den zukünftigen App-Store Killer.

Ohne sich in eine bestimmte Smartphone-Plattform einarbeiten zu müssen, können Programmierer mit Kenntnissen in JavaScript und HTML Anwendungen für Fennec entwickeln. Laut Mozilla kommt bei der mobilen Ausführung des Firefox-Browsers die schnellste JavaScript-Engine aller Handy-Browser zum Einsatz.

Alle Applikationen müssen abhängig von der Plattform separat entwickelt werden. Auch wenn es einige Zeit dauern werde, könnten die Entwickler ins Web abwandern.

Das muss man natürlich ein wenig differenzierter betrachten. Die Web Anwendungen werden z.B. keine Möglichkeit haben direkt auf Funktionen des Smartphones zuzugreifen. Das typische iPhone Interface im Web nachzubauen ist zwar dank heutiger Javascript Technik mehr oder weniger möglich, doch die Anwendung soll ja nun auf allen Geräten gleichermaßen laufen. Vor allem bei mobilen Spielen wird es schwierig sein, mit Geräte-spezifischen Apps mitzuhalten. Denn besonders die Motorik bzw. das Gameplay bei iPhone-Spielen ist das, was hier den Reiz ausmacht.

Doch zurück zum Thema, auch wenn ich Fennec nicht als App Store Killer bezeichnen würde, könnten sich dadurch interessante Möglichkeiten ergeben. Web-typische Apps zu entwickeln, die auf allen gängigen Smartphones laufen eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Erstmals spielt dann z.B. auch Nokia, Samsung, Blackberry, etc. eine Rolle, und was das bedeutet wissen wir alle: Traffic – und zwar nicht zu knapp.

Für uns Affiliates heißt das, wir können mit bekannten Web-Techniken, also Javascript & HTML, kinderleicht „Apps“ für Smartphones erstellen. Ich könnte mir vorstellen, das in diesem Zusammenhang auch AdSense-For-Mobile sehr interessant werden könnte. Seit dem Akquirieren von AdMob wird es hier sicherlich noch etliche Verbesserungen und Synergien geben.

Fennec hat also durchaus Potential, dem mobilen Affiliate Thema neuen Wind einzuhauchen. Man sollte die Entwicklung von Fennec schonmal ein wenig im Auge behalten, denn der frühe Vogel..

Wenn sich das alles so durchsetzen würde, nimmt natürlich Mozilla dank Promotionvorteile durch die starke Marke Firefox eine unheimliche Machtposition ein, ob sich z.B. Apple so leicht die Butter vom Brot nehmen lassen wird sei mal dahingestellt.

CJ’s Publisher Weihnachtsbox

Heute kam ein Weihnachtspäckchen von CJ und ich muss sagen, tolle Idee!

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Von einer TuneUp 2010 Vollversion über ein Hemd von Rebook, einem „Eco-Button“, einer Wrangler Cap bis hin zum Fußball und vielen anderen netten Geschenken.

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Für die Advertiser die gleichzeitig teilw. als Sponsoren auftreten eine nette Promo. Von jedem Advertiser ist nämlich ein kleines Factsheet an dem jeweiligen Geschenk angehängt, welches Auskunft über Provision, Cookie Laufzeit und die erlaubten Bewerbungsmethoden gibt. So wird man auf die Partnerprogramme aufmerksam und bewirbt sie u.U. in Zukunft.

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Vielen Dank an Flo und das CJ Team! Vielen Dank auch an die Advertiser/Sponsoren: PC Tools, Burner / inflammable, Jeanswelt, UseNext, IHG International, Nero, Panda, Shirtinator, Polylooks, Roxio, 1000Bälle, KLM, Air France, Rebook und DMM. Hoffe ich habe niemanden vergessen! Selbstverständlich findet ihr all diese Programme bei CJ ;).

Außerdem an dieser Stelle nochmal vielen Dank an Karsten für das Nürnberger Lebkuchenpaket!

Blog Sidenode: Ich habe hier tatsächlich schon länger nichts mehr gepostet, twitter ist daran nicht ganz unschuldig. Doch in Kürze wirds wieder ein paar neue und interessante Artikel geben, gibt einiges zu berichten aus der Affiliate Marketing Welt! :)

Affiliate Netzwerke von Agenturen

Das vertikale Netzwerke ein gewisses Potential haben dürfte mittlerweile keine Neuigkeit mehr sein. Doch auch spezielle Agentur Netzwerke nehmen deutlich zu (die nicht selten vertikal aufgestellt sind). Ich bekomme in letzter Zeit sehr häufig Anfragen von kleineren Netzwerken hinter denen oftmals eine Agentur steckt. Als Backend wird in den meisten Fällen das populäre Netslave verwendet und die Payouts sind im Durchschnitt bis zu 20% höher. Die betreuende Agentur kann den Geldpool beidseitig vorteilhafter verteilen als wenn das ganze über ein Netzwerk läuft, immerhin fällt ein komplettes Unternehmen in der „Kette“ weg.

Dennoch ist das nicht immer eine positive Entwicklung. Manche gehen das wirklich sehr professionell an und bieten auch den nötigen Mehrwert um sowas attraktiv zu machen (z.B. nicht nur den höheren Payout sondern auch Whitelabeling, Pixel Setzung etc.). Doch es gibt genügend die den Anforderungen in keinster Weise gewachsen sind und sich damit fast schon ein wenig übernehmen. Netslave ist z.B. nicht optimal, aber es erfüllt zumindest technisch alle Standard Anforderungen an ein Affiliate Netzwerk. Es gibt auch einige Agentur Netzwerke die exklusiv große Brands unter Vertrag haben und die dann nur über das interne Netzwerk zu promoten sind. In so Fällen führt dann kaum ein Weg daran vorbei.

Schlechte Erfahrungen sind hingegen wenn ich z.B. lediglich ein paar etracker Links zu Landingpages geschickt bekomme und v.a. die Transparenz fehlt. Es gibt auch genügend Systeme da draussen die noch nichtmal SubID Tracking unterstützen. Da will meiner Meinung nach die Agentur nur noch mehr davon profitieren und u.U. einen größeren Einblick in die Bewerbungstechnik des Affiliate erhalten. Nicht zuletzt bindet sie damit den Kunden, also den Advertiser, fester an sich wenn genügend Traffic durch das interne Affiliate Netzwerk läuft.

Ach ja, ein vorbildliches Beispiel für ein kleineresdeutsches Netzwerk ist z.B. das schon etwas populärere FinanceAds Netzwerk, basiert sogar auf einer Eigententwicklung und läuft sehr smooth. Hier handelt es sich abgesehn davon um ein vertikales Netzwerk.

Die großen Netzwerke müssen also definitiv wachsam sein. Ich persönlich promote in vielen Fällen immer noch lieber über große Netzwerke, denn da weiß man was man hat. Doch die höheren Payout sind für viele schon der richtige Trigger um zu wechseln.

In den USA hingegen ist das Problem was wir hier haben gar nicht so relevant. Die ganzen CPA Networks lassen Agenturen nicht selten komplett außen vor. Außerdem gibt es etliche Affiliate Netzwerke hinter denen Affiliates anstatt wie bei uns Agenturen stecken. Die geben ihre höheren Payouts (durch viel Volumen) an ihre „eigenen“ Affiliates weiter und profitieren davon. Zudem bieten sie direkteren Support und können teilw. gute Hilfestellungen leisten, immerhin waren bzw. sind sie selbst Affiliates. Solche Netzwerke gibt es bei uns hier in DE auch, also von Top Affiliates die versuchen eigene Affiliates für sich zu gewinnen, doch die Umsetzung geht deutlich mehr in Richtung Agentur.

Pascal fragt wo es mit dem Affiliate Marketing in Deutschland hingeht. Schwer zu sagen, ich selbst würde mir wünschen wenn sich auch hier das CPA Modell besser durchsetzen würde. Meiner Meinung nach ist Deutschland in einigen Punkten noch ziemlich konservativ eingestellt. Man hat auch oft das Gefühl, man muss richtig dafür kämpfen bestimmte Advertiser profitabel zu bewerben. Nicht weil das Produkt oder die Werbemaßnahmen schlecht sind, sondern weil die Agentur oder der Advertiser sich quer stellen.

Ich vermute also es geht noch mehr in Richtung vertikale Netzwerke, diese werden zunehmend professioneller und „Newbies“ werden es in Zukunft deutlich schwerer haben einen Einstieg zu finden. Das ist einerseits gut für Top-Affiliates, doch es rottet u.U. die kleineren komplett aus. Um jetzt gut einsteigen zu können muss man überwiegend auf neue Kanäle & Technologien setzen, wie z.B. mobile.

US Affiliate Marketing Strategie Teil #1

Für viele ist es schwer den ersten Schritt in Richtung USA/Canada zu machen, der Markt unterscheidet sich in einigen Faktoren deutlich vom deutschen Markt. Doch die zahlreichen CPA Offers bieten lukrative Einnahmequellen für die es sich lohnt ein wenig tiefer in die Materie einzudringen. Nachdem ich schon einige deutsche Bekannte zu erfolgreichen Kampagnen in den Staaten verholfen habe, möchte ich nun eine kleine Beitragsreihe diesbzgl. hier auf meinem Blog starten.

Schritt 1 – Die richtige Vertikale

Zuerst sollte man sich eine Vertikale (Vertical) raussuchen. Es ist ungeheur wichtig, sich erstmal nur auf eine bestimmte Vertikale zu beschränken, denn nur so könnt ihr langfristig den maximalen Profit erzielen. Wer von Offer zu Offer hüpft und am Ende nichts richtig funktioniert hat nur wertvolle Zeit vergeudet. Was ist also im Moment hot in den USA?

  • Weight Loss
  • Business Opportunity
  • Sleep
  • Anti-aging
  • Grants

Das wurde erst vor kurzem in einem ziemlich interessanten Beitrag veröffentlicht: Hier. Klar, bei all diesen Verticals handelt es sich um Offers die einen gewissen „Schmerz“ beseitigen sollen. Menschen die in derartigen Situation sind neigen selbstverständlich dazu, schneller zu konvertieren, die Hemmschwelle ist einfach deutlich geringer.

Natürlich sind all diese Nischen sehr umkämpft, doch genau hier liegt das Geld auf der Strasse und mit der passenden Strategie wirst auch du davon profitieren können.

Schau dir jede Nische ein wenig genauer an, google it, und entscheide dich am Ende für eine.

Schritt 2 – Hosting

Gut, die Nische steht also fest. Jetzt benötigen wir erstmal einen basic Hosting Account. Für den Anfang würde ich schlichtwegs Hostgator empfehlen. Billig und relativ komfortabel. Riesen Vorteil: Kein Domain Limit, man kann also soviele Domains über den Webspace laufen lassen wie man möchte. Bei GoDaddy und vielen anderen ist das in der Regel immer begrenzt. Für Domains verwende ich Moniker.

Also einen passenden Hosting Account wählen, ein paar nischen-spezifische Domains registrieren und schon ist es an der Zeit Content zu produzieren.

Schritt 3 – Content

Content is King, yea right. Hier gibts es eine ganze Reihe verschiedener Möglichkeiten. Ich starte in der Regel mit WordPress und baue spezielle Landingpages für die SEM Kampagnen um WordPress herum – also in WP unabhängigen Subfolders. Die Content Generierung mit WP kann entweder manuell oder automatisiert statt finden. Für den Anfang würde ich vorschlagen, man besorgt sich ein paar Schreiberlinge auf DP oder gibt selbst 10-12 Artikel zum besten. Eine Möglichkeit wäre natürlich auch ein sogenannter Fake-Blog – doch dafür muss man die Nische sehr gut kennen. Hier ein relativ populäres Beispiel, die Dame auf dem Bild wird von so ca. jedem zweiten Affiliate verwendet: -die Seite gibts leider nicht mehr-, was nicht heißen soll, dass du sie auch verwenden sollst! 😉 Hier ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt, spray and paint!

Schritt 4 – PPC & Zahlung

Nachdem genügend Content auf der Seite ist, Adwords Account für die USA registrieren. Ich stelle in der Regel gleich $ als Währung ein, das erleichtert schonmal die Währungsproblematik. Generell bietet es sich an eine AMEX zu beantragen. Dort bekommt man mit z.B. der Gold Card für die Umsätze Bonuspunkte gutgeschrieben und kann sich dann je nach Höhe des Umsatzes ganz nette Sachen aussuchen (HiFi, PS3, Möbel, Reisen, ..). Die Karte hat kein direktes Limit wie z.B. bei Visa/Mastercard, eignet sich also wunderbar für z.B. Adwords. Wer jedoch mal in einem Monat signifikant mehr Umsatz macht, sollte vorsichtshalber mit American Express telefonieren um zu vermeiden, dass die Karte am Ende noch gesperrt wird. Bei mir hat das bis jetzt immer wunderbar geklappt, die AMEX lies sich super „scalen“. Ich bin aufgrund der Bonus Punkte nicht zur Google-Rechnungs-Methode gewechselt. Das geht natürlich nur, wenn man die Zeit zwischen Ausgaben und Einnahmen finanziell überbrücken kann.

Soviel zum Teil #1, wer Fragen hat darf sie gerne posten. Teil #2 geht dann weiter mit einem passenden Affiliate Network, Tracking, etc. Hope you enjoyed it.

Vorsicht bei privaten Affiliate Programmen

Dieser Beitrag wird sicherlich die Affiliate Netzwerke erfreuen, denn positives habe ich leider nicht zu berichten.

In vielen Fällen bietet ein Merchant ein privates Affiliate Programm an, das über eine eigene Software läuft und in der Regel höhere Provisionen bietet, da die Netzwerkgebühren wegfallen. Nicht selten fehlen hier wichtige technische Voraussetzungen wie z.B. SubID Tracking, doch wenn die Kohle stimmt drückt man auch gerne mal ein Auge zu.

Ich habe das Thema aus aktuellem Anlass aufgegriffen, unser Fallbeispiel ist das Partnerprogramm von MusicFlat.FM. Am 15.01.09 gab es eine Promotion zu diesem privaten Affiliate Programm über verschiedene Kanäle. Auf affiliatepr.de gibts einen kleinen Überblick: Top Provisionen (gestaffelt), kostenlose Support Hotline und sogar stornofreie Leads. Na wenn das mal nicht verlockend klingt. Abgewickelt wird alles über das interne Affiliate Programm was damals über musicflat.fm/partner gelaufen ist, unter www.musicflat.fm/partner/affiliate/ sieht man sogar noch wie es ausgesehen hat. Mittlerweile leiten die meisten Links auf megaclix.de weiter. Damals war MusicFlat ein Angebot der PayPlus GmbH, jetzt ist es eine eigene GmbH, zu der jedoch auch jegliche Kontaktversuche scheitern.

Es gab viele Affiliates die für MusicFlat vier bis fünfstellige Provisionen generiert haben, vor allem die attraktive Staffelung der Leads brachte viel Potential mit sich. Doch wo ist der Haken?

MusicFlat.FM zahlt nicht. Mittlerweile leitet sogar musicflat.fm/partner/affiliate/login.php auf „megaclix.de“ weiter. Die Telefonnummer hat noch nie wirklich funktioniert und Support Tickets wurden gegen „Ende“ ebenso nicht beantwortet. Auch Kontaktversuche mit der PayPlus GmbH scheitern. Und Megaclix? Natürlich auch keine Reaktion.

Genau solche Fälle rechtfertigen z.B. die Netzwerkgebühren. Bei Zanox, CJ, Affili.Net, FinanceAds, etc. weiß ich, dass ich meine Provision pünktlich erhalte. Höhere Provisionen bei privaten Networks sind zwar verlockend doch man kann damit am Ende deutlich mehr Stress haben. Vor allem wenn man auch noch selbst aktiv Geld via z.B. PPC investiert hat und dann die Zahlung schlichtwegs zu platzen droht. Bei den Networks muss ich mir weder Gedanken über die Zahlungsfähigkeit machen, noch muss ich meinem Geld hinterher rennen. Und wenn ich Fragen hab gibts auch eine Telefonnummer die funktioniert.

Was mich nicht wundert, bei Abakus gibts schon ein ganzes Thema darüber: Megaclix und MusicFlat.FM Betrug.

Finger weg von MegaClix und MusicFlat.FM!

Das soll nicht heißen, dass private Affiliate Programme grundsätzlich schlecht sind, doch man sollte gründlich recherchieren bevor man tatsächlich Umsätze dafür generiert. Ein positives Gegenbeispiel wäre z.B. das direkte Partnerprogramm von BAUR. Große Marke, seriöses Partnerprogramm, direkter Kontakt, man weiß mit wem man es zu tun hat.

Ein kleiner Leitfaden für private Partnerprogramme:

  • Holt euch wenn ihr die Möglichkeit dazu habt Auskünfte über die Firma ein, auch finanzieller Art
  • Welche Rechtsform hat die Firma? Wenn es eine LTD ist sollte schonmal gründlicher recherchiert werden
  • Überprüft, ob das Programm auch über seriöse Affiliate Netzwerke läuft (positiv)
  • Wie lange gibt es das Partnerprogramm schon?
  • Funktioniert die Kontakt E-Mail bzw. die Telefonnummer?
  • Erscheinen negative Ergebnisse wenn man nach dem Partnerprogramm in Google sucht?
  • Überprüft die technischen Gegebenheiten der Software
  • Macht einen Test-Lead oder Sale um zu checken, ob die Software überhaupt funktioniert
  • Wann gibt es eine Auszahlung, wie wird ausgezahlt?
  • Erstmal nur soviel Provisionen generieren, bis der Mindestauszahlungsbetrag erreicht ist, z.B. 100€. Wenn die Auszahlung klappt ist das schonmal ein gutes Zeichen
  • Ist das Partnerprogramm rechtlich in Ordnung? (Wer erinnert sich an NetArena?)

Letztendlich kann ich nur sagen, meldet euch nicht bei jedem X beliebigen privaten Partnerprogramm an. Der zusätzliche Aufwand lohnt sich meistens nur in wenigen Fällen und umso ärgerlicher ist es, wenn man seinem Geld hinterher rennen muss.