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Affiliate Netzwerke von Agenturen

Das vertikale Netzwerke ein gewisses Potential haben dürfte mittlerweile keine Neuigkeit mehr sein. Doch auch spezielle Agentur Netzwerke nehmen deutlich zu (die nicht selten vertikal aufgestellt sind). Ich bekomme in letzter Zeit sehr häufig Anfragen von kleineren Netzwerken hinter denen oftmals eine Agentur steckt. Als Backend wird in den meisten Fällen das populäre Netslave verwendet und die Payouts sind im Durchschnitt bis zu 20% höher. Die betreuende Agentur kann den Geldpool beidseitig vorteilhafter verteilen als wenn das ganze über ein Netzwerk läuft, immerhin fällt ein komplettes Unternehmen in der „Kette“ weg.

Dennoch ist das nicht immer eine positive Entwicklung. Manche gehen das wirklich sehr professionell an und bieten auch den nötigen Mehrwert um sowas attraktiv zu machen (z.B. nicht nur den höheren Payout sondern auch Whitelabeling, Pixel Setzung etc.). Doch es gibt genügend die den Anforderungen in keinster Weise gewachsen sind und sich damit fast schon ein wenig übernehmen. Netslave ist z.B. nicht optimal, aber es erfüllt zumindest technisch alle Standard Anforderungen an ein Affiliate Netzwerk. Es gibt auch einige Agentur Netzwerke die exklusiv große Brands unter Vertrag haben und die dann nur über das interne Netzwerk zu promoten sind. In so Fällen führt dann kaum ein Weg daran vorbei.

Schlechte Erfahrungen sind hingegen wenn ich z.B. lediglich ein paar etracker Links zu Landingpages geschickt bekomme und v.a. die Transparenz fehlt. Es gibt auch genügend Systeme da draussen die noch nichtmal SubID Tracking unterstützen. Da will meiner Meinung nach die Agentur nur noch mehr davon profitieren und u.U. einen größeren Einblick in die Bewerbungstechnik des Affiliate erhalten. Nicht zuletzt bindet sie damit den Kunden, also den Advertiser, fester an sich wenn genügend Traffic durch das interne Affiliate Netzwerk läuft.

Ach ja, ein vorbildliches Beispiel für ein kleineresdeutsches Netzwerk ist z.B. das schon etwas populärere FinanceAds Netzwerk, basiert sogar auf einer Eigententwicklung und läuft sehr smooth. Hier handelt es sich abgesehn davon um ein vertikales Netzwerk.

Die großen Netzwerke müssen also definitiv wachsam sein. Ich persönlich promote in vielen Fällen immer noch lieber über große Netzwerke, denn da weiß man was man hat. Doch die höheren Payout sind für viele schon der richtige Trigger um zu wechseln.

In den USA hingegen ist das Problem was wir hier haben gar nicht so relevant. Die ganzen CPA Networks lassen Agenturen nicht selten komplett außen vor. Außerdem gibt es etliche Affiliate Netzwerke hinter denen Affiliates anstatt wie bei uns Agenturen stecken. Die geben ihre höheren Payouts (durch viel Volumen) an ihre „eigenen“ Affiliates weiter und profitieren davon. Zudem bieten sie direkteren Support und können teilw. gute Hilfestellungen leisten, immerhin waren bzw. sind sie selbst Affiliates. Solche Netzwerke gibt es bei uns hier in DE auch, also von Top Affiliates die versuchen eigene Affiliates für sich zu gewinnen, doch die Umsetzung geht deutlich mehr in Richtung Agentur.

Pascal fragt wo es mit dem Affiliate Marketing in Deutschland hingeht. Schwer zu sagen, ich selbst würde mir wünschen wenn sich auch hier das CPA Modell besser durchsetzen würde. Meiner Meinung nach ist Deutschland in einigen Punkten noch ziemlich konservativ eingestellt. Man hat auch oft das Gefühl, man muss richtig dafür kämpfen bestimmte Advertiser profitabel zu bewerben. Nicht weil das Produkt oder die Werbemaßnahmen schlecht sind, sondern weil die Agentur oder der Advertiser sich quer stellen.

Ich vermute also es geht noch mehr in Richtung vertikale Netzwerke, diese werden zunehmend professioneller und „Newbies“ werden es in Zukunft deutlich schwerer haben einen Einstieg zu finden. Das ist einerseits gut für Top-Affiliates, doch es rottet u.U. die kleineren komplett aus. Um jetzt gut einsteigen zu können muss man überwiegend auf neue Kanäle & Technologien setzen, wie z.B. mobile.

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