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Fennec auch für Affiliates interessant

Im Moment wird sehr viel Pressewirbel um den mobilen Firefox Browser Fennec gemacht. Jay Sullivan, Vice President of Mobile bei Mozilla, hat diesen Hype angestoßen und bezeichnet Fennec als den zukünftigen App-Store Killer.

Ohne sich in eine bestimmte Smartphone-Plattform einarbeiten zu müssen, können Programmierer mit Kenntnissen in JavaScript und HTML Anwendungen für Fennec entwickeln. Laut Mozilla kommt bei der mobilen Ausführung des Firefox-Browsers die schnellste JavaScript-Engine aller Handy-Browser zum Einsatz.

Alle Applikationen müssen abhängig von der Plattform separat entwickelt werden. Auch wenn es einige Zeit dauern werde, könnten die Entwickler ins Web abwandern.

Das muss man natürlich ein wenig differenzierter betrachten. Die Web Anwendungen werden z.B. keine Möglichkeit haben direkt auf Funktionen des Smartphones zuzugreifen. Das typische iPhone Interface im Web nachzubauen ist zwar dank heutiger Javascript Technik mehr oder weniger möglich, doch die Anwendung soll ja nun auf allen Geräten gleichermaßen laufen. Vor allem bei mobilen Spielen wird es schwierig sein, mit Geräte-spezifischen Apps mitzuhalten. Denn besonders die Motorik bzw. das Gameplay bei iPhone-Spielen ist das, was hier den Reiz ausmacht.

Doch zurück zum Thema, auch wenn ich Fennec nicht als App Store Killer bezeichnen würde, könnten sich dadurch interessante Möglichkeiten ergeben. Web-typische Apps zu entwickeln, die auf allen gängigen Smartphones laufen eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Erstmals spielt dann z.B. auch Nokia, Samsung, Blackberry, etc. eine Rolle, und was das bedeutet wissen wir alle: Traffic – und zwar nicht zu knapp.

Für uns Affiliates heißt das, wir können mit bekannten Web-Techniken, also Javascript & HTML, kinderleicht „Apps“ für Smartphones erstellen. Ich könnte mir vorstellen, das in diesem Zusammenhang auch AdSense-For-Mobile sehr interessant werden könnte. Seit dem Akquirieren von AdMob wird es hier sicherlich noch etliche Verbesserungen und Synergien geben.

Fennec hat also durchaus Potential, dem mobilen Affiliate Thema neuen Wind einzuhauchen. Man sollte die Entwicklung von Fennec schonmal ein wenig im Auge behalten, denn der frühe Vogel..

Wenn sich das alles so durchsetzen würde, nimmt natürlich Mozilla dank Promotionvorteile durch die starke Marke Firefox eine unheimliche Machtposition ein, ob sich z.B. Apple so leicht die Butter vom Brot nehmen lassen wird sei mal dahingestellt.

  • Fennec ist schon interessant. In erster Linie würde erst einmal Apps für Googlemail, Facebook und Co unnötig werden. Ich kann mir nicht vorstellen, das Spiele-Apps hier ein unlösbares Problem sind. Schließlich handelt es sich auch bei den speziellen „Motoriken“ auch nur um Eingabemöglichkeiten die man auch weitergeben könnte. Ich würde aber trotzdem hier eher Flash über den Browser erwarten. Weil es einfach enorm viele Eingaben durch den Benutzer zu bearbeiten gibt. Ich meine das Iphone überträgt für seine Sensoren mindestens 100 „Eingaben“ pro Sekunde. Ich weis nicht, ob man dass in dieser Masse wirklich gut über ein Mobilfunknetz laufen lassen könnte. Mal ganz davon abgesehen, dass man die meisten Spiele auch ohne Netzverbindung spielen können möchte.

    Super spannend finde ich dass hier aus Affiliate-Sicht:
    „Users will continue their desktop sessions on the go by logging into their Weave accounts from Fennec. All saved bookmarks, cookies, and login information becomes available on the mobile browser.“

  • Bzgl. der Spiele: Da müsste man wohl mit Preloading etc. arbeiten und wohl oder übel bestimmte Programmteile erstmal übers Netz auf das Smartphone schicken.

    Das passt jetzt nicht direkt zu Mobile Games, aber so ähnlich wie mit Quake Live könnte das laufen.

    Dennoch wird es denk ich bei Spielen problematisch, aufgrund der unterschiedlichen Geräte. Angenommen das iPhone liefert 100 Eingaben pro Sekunde und das Motorola Droid nur 50. Man müsste also entweder nur das Maximum des „schlechtesten“ Smartphones auslesen oder man müsste im Spiel erstmal feststellen um welches Gerät es sich handelt und für jedes spezielle Smartphone ein Eingabeschema hinterlegen. Abgesehen davon könnte man natürlich auch einfach für bestimmte Smartphones exklusiv entwickeln, was dann wiederum ein wenig das Hauptargument von Sullivan entkräftigt.

    Die Offline Verfügbarkeit finde ich persönlich gar nicht sooo tragisch. Wir sind langsam aber sicher im always-on Zeitalter angekommen, das iPhone z.B. sendet ja ständig Daten hin und her wenn man das Feature nicht deaktiviert. Zum Problem wirds dann erst, wenn die Verbindung schlecht ist, insofern stimme ich dir zu. LTE hört sich verlockend an, doch an der generellen Verfügbarkeit des Mobilfunknetzes wird das vermutlich nicht direkt etwas ändern.

    Das man trotz der Incognito Geschichten an eine Cookie-Bridge gedacht hat ist ja schonmal ein gutes Zeichen. Das wäre in der Tat super für unsere Crowd :).

    Es ist schwer zu sagen wie sich das alles entwickelt, auch bzgl. Wave/Weave. Doch eins ist sicher: Es wird wie immer spannend :-).

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